Die relevante SQL-Server-Nachricht dieser Woche ist nicht nur der Build von SQL Server 2025 CU4 vom 16. April. Entscheidend ist, was die aktuellen Linux-Releaseinformationen über die Betriebssystemschicht unterhalb der Datenbank aussagen. SQL Server 2025 CU4 führt aktuelle Pakete für RHEL 10 und Ubuntu 24.04 auf, während Microsoft zugleich erklärt, dass SUSE Linux Enterprise Server für SQL Server 2025 nicht unterstützt wird. Dadurch wird ein Datenbankupgrade zu einer Plattformentscheidung und nicht zu einer einfachen Wahl der Engine-Version.

Bedeutung für den Betrieb

Das ist wichtig, weil SQL Server unter Linux häufig als Portabilitätsgeschichte behandelt wird: dieselbe Datenbank-Engine, ein anderes Hostbetriebssystem und genügend Werkzeugdisziplin, damit es funktioniert. Produktionsbestände benötigen eine strengere Betrachtung. Microsoft unterstützt SQL Server auf Linux-Distributionen bis zum früheren Ende des Supportlebenszyklus der Distribution oder von SQL Server. Die Releaseinformationen lenken Produktionsarbeitslasten außerdem zu unterstützten Plattformen wie Red Hat Enterprise Linux und Ubuntu Pro. Die Supportgrenze wird damit gemeinsam durch Datenbankwartung und Lebenszyklusmanagement des Betriebssystems bestimmt.

Der Pfad über RHEL 10 und Ubuntu 24.04 ist die positive Seite der Geschichte. Microsoft kündigte die allgemeine Verfügbarkeit von SQL Server 2025 auf diesen neueren Distributionen ab CU1 im Januar 2026 an, und die Releaseinformationen vom April weisen nun CU4-Pakete für beide aus. Das gibt Linux-basierten SQL-Beständen ein klareres modernes Ziel, insbesondere wenn Teams neuere Kernel, aktuelle Sicherheitsgrundlagen und ein saubereres langfristiges Betriebsmodell anstreben, als dauerhaft auf älteren Distributionsversionen zu verbleiben.

Der Hinweis zu SLES ist der Teil, den Teams nicht übergehen sollten. Microsoft erklärt, dass bestehende SQL-Server-Bereitstellungen früherer SQL-Server-Versionen unter SLES nicht betroffen sind. Ein Upgrade auf SQL Server 2025 erfordert jedoch die Sicherung der Datenbanken und deren Wiederherstellung auf einer unterstützten Distribution. Das ist keine bloße Fußnote in der Dokumentation. Es beeinflusst Wartungsplanung, Automatisierung, Überwachungsagenten, Paket-Repositorys, HA-Design, Backup-Validierung und die betriebliche Routine von Teams, die seit Jahren auf SUSE standardisiert sind.

An ein Serverrack angeschlossene Netzwerkkabel
Ein Distributionswechsel beeinflusst Paketquellen, Automatisierung, Überwachung, HA-Verhalten und den Wiederherstellungspfad des SQL-Bestands.

Für gemischte IT-Teams lautet die Lehre, dass die Lebenszyklusplanung von SQL Server von Anfang an die Linux-Verantwortung einschließen muss. Der DBA kann die Engine nicht isoliert validieren, wenn sich der Betriebssystempfad darunter ändert. Das Linux-Team kann SQL Server nicht als bloßes weiteres Paket behandeln, wenn Always On, Volltextsuche, PolyBase, SQL Agent oder Backup-Werkzeuge datenbankspezifische Abhängigkeiten ergänzen. Unterstützbar ist der Entwurf, bei dem Betriebssystemdistribution, SQL-Build, HA-Topologie und Wiederherstellungsverfahren gemeinsam getestet werden.

Praktische Konsequenz

Die praktische Schlussfolgerung ist eindeutig: Vor einem Wechsel von SQL Server unter Linux auf Version 2025 muss zuerst die unterstützte Zieldistribution feststehen. Auf SLES gehostete SQL-Arbeitslasten sollten inventarisiert, ihr Verbleib auf älteren SQL-Versionen oder ihr Umzug zu RHEL beziehungsweise Ubuntu entschieden, die Automatisierung für die neue Paketquelle neu aufgebaut und Wiederherstellungs- sowie Failoververhalten vor der Produktionsumstellung nachgewiesen werden. SQL Server 2025 unter Linux bleibt eine Datenbankentscheidung, ist im Jahr 2026 aber ebenso klar eine Entscheidung über die Betriebsplattform.

Laptop mit geöffnetem Quellcode in einer Entwicklungsumgebung
SQL Server auf Linux verlangt ein abgestimmtes Betriebsmodell für Datenbank, Betriebssystem, Automatisierung und Support.